Das große Tier von Veit M. Etzold
7.3

Das große Tier

von Veit M. Etzold

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9 Buchgesichter
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8

gute Unterhaltung

von Cendra | 13.04.2010
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1808
Cendra
Dieser Thriller hat von allem etwas: eine spannende Story, eine vielseitige Auswahl an Charakteren, mysteriöse Verwicklungen und eine ordentliche Portion Veschwörungstheorie, eingebettet in die christliche Mythologie.
Also alles in allem also genau nach meinem Geschmack.

Zwar sind Etzolds Grundideen ein alter Hut, aber dennoch hat er sie interessant umgesetzt und interpretiert.
Die gesamte Story spielt sich innerhalb weniger Tage ab und baut, aus vollkommen unterschiedlichen Perspektiven erzählt, chronologisch aufeinender auf:
Zum einen nimmt man mit Sarah und Vincent an den laufenden Ermittlungen teil und erfährt aus der Sicht eines, vorerst unbekannten, Geschäftsmannes von einem mysteriösen Ritual, bestehend aus drei Stufen (Somnia, Raptus, Furor). Schlussendlich erhält man durch die Augen von Tyron noch direkte Einblicke in die Machenschaften derjenigen, die für die grausamen Verbrechen verantwortlich sind, die die Ermittler in Berlin und London vor einige Rätsel stellen.

Fazit: gelungener Thriller, der zwar die bereits bestehende Theorie von 'the beast' aufgreift, bzw ausschlachtet, der aber im Detail durch intelligente Umsetzung, großartigen Stil und gute Recherche besticht. Der Autor beeindruckt mit genauer Kenntnis über Finanzwesen und bedeutende Werke der Kunstgeschichte, sowie der selbstverständlichen Verwendung von großen Zitaten der frühzeitlichen Literatur. Alles wird miteinander Verwoben zu einem spannenden Gesamtbild, welches einen am Ende ein wenig befremdet zurück lässt.

Einziges Manko: ein wenig schwache Auflösung dieses gewaltigen Konstruktes, welches über das gesamte Buch hin aufgebaut wurde. Ich fragte mich schon nach zwei Dritteln des Buches, wie der Autor da wieder herauskommen wollte. Er hat es ganz gut gelöst, alles in allem ist der Kampf zweier einzelner Personen gegen eine derartige Macht aus Geld, Einfluss und Gewaltbereitschaft bis zum letzten, allerdings ein wenig unglaubwürdig.

Dennoch ein tolles Buch!


Buchgesichter-Meinung:


Kommentare zur Rezension

 
Anonymous_user_medium
03.09.2010 um 09:04 Uhr

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Bild Aska
563
Aska
14.04.2010 um 01:14 Uhr
Dann bist Du mit dem armen Tier nun also durch und es findet endlich sein Plätzchen im Regal ;)
Bild parden
29149
parden
13.04.2010 um 23:02 Uhr
Mir hat es nicht ganz so gut gefallen, da es bei allem Beeindruckenden und guter Recherche doch ein deutliches Zuviel war an Begrifflichkeiten aus dem Finanzwesen, der griechischen Mythologie, Kunstgeschichte und frühzeitlichen Literatur. Zwischendurch fand ich es dadurch einfach nur anstrengend. Aber wer ein Faible für die genannten Bereiche hat, wird wohl anders darüber denken. Oder auch jemand, der die Begabung hat, über für ihn Uninteressantes einfach hinwegzulesen. Mich stört es dann halt...