Entrissen von Tania Carver
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Entrissen

von Tania Carver

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9

Grausiger Mord, unglaubliche Täter/in und tolle Ermittler

von Karatekadd | 09.04.2010
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8207
Karatek...
Ein bei Vorablesen.de gewonnenes Buch, was will man mehr. Da liest man auch mal den Leseeindruck zu einem Buch, dass man sich vielleicht gar nicht kaufen würde. Nach dem ich es nun aber ausgelesen habe, kann ich schreiben: Dies wäre auch die Euros wert gewesen.

An sich bekommt der Leser eine unglaubliche, schreckliche, sehr blutige erschreckende Geschichte vorgesetzt. Dass Babys entführt werden, vor allem von unglücklichen Menschen und diese dabei auch vor einem Verbrechen nicht zurückschrecken, dass kann ich mir schon noch vorstellen. Aber dass die Babys aus dem Mutterleib brutal herausgeschnitten werden, dass ist nicht vorstellbar.

Eines ist seltsam: Der Umstand, dass ein brutaler Mord im entscheidenden Moment so "sorgsam" ausgeführt wird, dass der Säugling diesen "Kaiserschnitt" überlebt.

Die Autorin hat eine gute Hand für Spannung bis zur letzten Seite. Denn Täter (oder Täterin?) werden erst zum Schluss wirklich erkennbar. Tania Carver schaffte es, mich nach 75 % Prozent glauben zu lassen, dass es sich um einen Täter / Täterin handelt, die an einer gespaltenen Persönlichkeit leidet, am Ende kommt es anders. Auch deren verwandtschaftliche Beziehung zu einer anderen letztlich wichtigen Figur war für mich erst spät ersichtlich. Auch wenn der zuerst Verdächtige relativ schnell als Täter ausgeschlossen werden konnte, ergibt sich schon aus diesen beiden Fakten die erwähnte Spannung, welche einen das Buch auch zu "privat" unpassender Zeit noch einmal zur Hand nehmen lässt. Langweilige oder sonst uninteressante Kapitel oder Seiten konnte ich nicht entdecken.

Polizisten oder Ermittler der Kriminalpolizei werden häufig charakterlich mit Besonderheiten dargestellt, um sie interessant zu machen. Gelegentlich könnte man sie als exzentrisch bezeichnen, wie den Harry Hole von Jo Nesbo, einem Kriminalisten aus dem Buch "Der Leopard", dass ich vor einigen Wochen hier ebenfalls gewann.

In vorlegendem Buch verzichtet die Autorin auf solche Mittel und das Ermittlerteam besteht aus eher normalen und in den meisten Fällen aus sympathischen Männern und Frauen, deren kleine "Mängel" halt zu ihnen gehören und die sie auch auszeichnen. Klar ist auch ein schwarzes Schaf darunter, es hätte nun nicht sein müssen, dass der DS (Detective Sergeant) trotz seiner unprofessionellen Beziehung zu einer Verwandten der Täterin / des Täters nun im wahrsten Sinne des Wortes über "die Klinge springt".

Phil, der Chefermittler, die Psychologin Marina, die Ermittlerin Anni sind Figuren, die einen ansprechen und die, denke ich, als wirklichkeitsgetreue Polizisten durchgehen. Das hat mir sehr gefallen. Das der Chef der Einheit nun ein nicht gerade toller Typ mit dem Hang zur Selbstdarstellung vor der Presse ist: nicht jeder Beamte kann ein toller Hecht sein, hier ist es der Chef, welcher am Ende aber auch kollegiale Züge zeigt.

Wer spannende, bis zum Ende in jeder Hinsicht unklare Thriller liebt, wird mit diesem Buch voll auf seine Kosten kommen.

Buchgesichter-Meinung:


Kommentare zur Rezension

 
Anonymous_user_medium
03.09.2010 um 09:04 Uhr

0 / 2000 Zeichen

Bild Regina
9214
Regina
18.04.2010 um 20:20 Uhr
Ich habe es mir jetzt gekauft und Deine Rezi gab noch den Reiz dazu .
Bild Regina
9214
Regina
12.04.2010 um 17:56 Uhr
dann kommt es gleich auf meine WL
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8207
Karatek...
10.04.2010 um 00:47 Uhr
Hab ich mir fast gedacht Anne.
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29149
parden
10.04.2010 um 00:34 Uhr
Ich kann Dir nur zustimmen...